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Impressionen: Stettiner Haff

GOAP - Zusammenfassung

Die Vorpommerschen Boddengewässer bilden eine charakteristische Übergangszone zwischen landseitigen Abflüssen und dem offenen Meer. Für die südliche Ostsee bildet das Oderästuar einen Filter und Puffer für Nähr- und Schadstoffe, Feinsedimente und organische Substanzen. Die hohe Verschmutzung der Zuflüsse des Oderästuars trägt zur Eutrophierung bei und hat zu einer Veränderung der natürlichen Stoffflüsse geführt.

Die Untersuchungen der gewässerinternen Umsatzraten im Rahmen des Projektes GOAP haben gezeigt, dass eine Bindung und Speicherung der Nährstoffe vorwiegend auf dem kurzen Weg über das Phytoplankton erfolgt. Eine Umwandlung von Nährstoffen in feste Stoffe erfolgt hierbei hauptsächlich im inneren Bodden. Der Produktionsüberschuss des Phytoplanktons wird im Sediment akkumuliert oder in die Ostsee ausgetragen. Für eingetragene Nährstoffe liegt die langfristige Akkumulationsrate bei 2-5 %. Die Schwermetallanreicherung ist vorrangig an suspendierte partikuläre Substanzen gebunden und beträgt im Mittel etwa 10-15 % des Eintrags. Die Filtereffizienz ist besonders für Nährstoffe sehr gering und die Annahme eines hohen Rückhaltevermögens der Boddengewässer ist somit nicht gerechtfertigt. Aufgrund fehlender Daten von früheren Flussfrachten kann nicht gesagt werden, ob dieser Anteil einmal wesentlich höher war.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes war die Erarbeitung von Modellen zur Simulation des Wasseraustauschs und der Stoffumsätze im Oderästuar. Bei der Modellierung des Wasseraustauschs, und der daran gebundenen Bilanzierung von gelösten und gebundenen Nährstoffen, war eine große Übereinstimmung zwischen den Messungen und den Modellergebnissen vorhanden. Probleme ergaben sich aus der geringen Verfügbarkeit von Daten und aus der Fortpflanzung von Fehlern bei Berechnungen mit größeren Raum- und Zeitskalen. Bei der Modellierung des Stoffumsatzes ist die hohe Variabilität der Randbedingungen eines Gewässers besonders problematisch. Vorhersagen von Stoffumsätzen kann man daher von einem ökologischen Modell nicht erwarten.

Austrag von organischem Material als Phytoplankton in die Ostsee organische Ablagerungen Schwermetallkonzentrationen (hier am Beispiel Blei)
Erkennbar an der Ausstromfahne des
Phytoplanktons ist der Austrag von
organischem Material in die Ostsee.

Deutlich erkennbar ist die Beziehung zwischen organischen Ablagerungen
und Schwermetallkonzentrationen im Sediment (hier am Beispiel Blei).