Humborg et al. (2000): Oder Basin - Baltic Sea Interactions
Das Projekt OBBSI (Oder Basin-Baltic Sea Interactions):
Mit dem von der Volkswagen-Stiftung finanzierten 2-jährigen Pilot-Projekt OBBSI wurde zwischen 1997 und 1999 versucht, sich der aus Sicht des integrierten Küstenzonenmanagements erforderlichen Forschung zu stellen. Mit dem Einzugsgebiet der Oder und dem Oder-Haff wurde ein großräumig
integrierender Ansatz gewählt der sich deutlich von den im Rahmen der EUDemonstrationsprojekte unterscheidet (Abb. 2). Gleichzeitig wurde durch die Zusammenführung von naturwissenschaftlich (Institut für Ostseeforschung, Zentrum für Agrarlandschafts und Landnutzungsforschung), umwelt-ökonomisch (Universität Witten/Herdecke) und juristisch (Ostseeinstitut für Seerecht und Umweltrecht) ausgerichteten Instituten sowie entsprechenden
polnischen Partner-Instituten ein transdisziplinärer Ansatz verfolgt. Ziele des Projektes waren die Schaffung einer zuverlässigen Datengrundlage zu den Stickstoff- und Phosphorfrachten im Odereinzugsgebiet, die Analyse der Eintragspfade und des Belastungszustands sowie die Entwicklung von räumlich und inhaltlich gekoppelten Modellen zur Simulation und
Prognose zukünftiger Veränderungen. Gleichzeitig sollten sozio-ökonomische Szenarien entwickelt werden, aus denen sich die zukünftigen Einträge herleiten lassen, die dann die Startbedingungen für die Modelle liefern. Begleitet wurde die Arbeit durch Auswertungen der gegenwärtigen
Umweltgesetzgebung und die Definition zukünftiger gesetzlicher Anforderungen, um die Umsetzung der Szenarien zu ermöglichen.
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