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Küsteninformationssystem Odermündung


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Impressionen: Stettiner Haff

Themen - I. Phase

 

Überblick

Die konkreten Aufgaben und Themen ergeben sich aus der spezifischen Situation und dem Bedarf der Region. Gleichzeitig wird konkret den Aspekten „Strategischer Ansatz“, „Grundsätze“, „nationale Bestandsaufnahme“ und „nationale Strategien“ der EU-Empfehlung Rechnung getragen (EG 413/2002).

Die besondere Herausforderung besteht darin, Wissenschaft zu betreiben, die nationalen und internationalen Ansprüchen genügt und innovativ ist, sowie gleichzeitig eine IKZM-Initiative zu starten, die Behörden und Bevölkerung einbindet, um gemeinsam zu einer nachhaltigen Entwicklung der regionalen Küstenzone beizutragen. Zu diesem Zweck werden im Gegenstromprinzip zwei Ansätze parallel verfolgt und miteinander verknüpft:

Die Schaffung nachhaltiger, über die Projektdauer hinausreichender Perspektiven und Strukturen ist Thema aller Arbeiten.

 

Dialoge und regionale Partizipation

Die Ziele des Integrierten Küstenzonenmanagement sind identisch mit den Zielen der Agenda 21. Das IKZM ist deshalb als Teil des Agenda 21-Prozesses zu verstehen. Die bestehenden deutsch-polnischen Aktivitäten im Rahmen der Regionalen Agenda 21 „Stettiner Haff“, in die die kommunalen, lokalen Agenden 21 eingebunden sind, bilden eine geeignete Plattform für eine „horizontale“ Integration (fach- und themenübergreifend) von Bevölkerung, Behörden und politischen Entscheidungsträgern. Die regionale Agenda 21 ist zudem die Basis für eine öffentliche Partizipation.

Zusätzlich sind Mechanismen erforderlich, die die verschiedenen Behörden und Entscheidungsträger (national bis lokal) zumindest zeitweilig einbinden, also eine „vertikale“ Integration sicherstellen. Dies geschieht einerseits durch das projektbegleitende Steuergremium. Andererseits sind Regionalkonferenzen vorgesehen, die den Dialog zwischen deutschen und polnischen Verantwortlichen in der Küstenzone, aber auch zwischen Einzugsgebiet und Küste sicherstellen.

Das Forum Regionale Agenda 21, die ergänzenden Fokus-Gruppen und die Dialoge, bei denen alle Partner aktiv mitarbeiten, ihre Ergebnisse einbringen und eine Umsetzung begleiten, bilden zentrale Kooperationsbereiche für die Arbeiten im Projekt.

Es geht um die Beantwortung folgender Fragen:

Regionale Agenda 21 „Stettiner Haff“

Die Regionale Agenda 21 stellt einen zentralen Aspekt im Projekt dar und setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

Forum Regionale Agenda 21 (Forum 21): Die Regionale Agenda 21 „Stettiner Haff“ nennt IKZM explizit als einen zentralen Handlungsbereich und beinhaltet zudem die Themen „wissenschaftliche Zusammenarbeit“, „Bildung“ und „nachhaltiger Tourismus“. Das Projekt realisiert wesentliche Handlungsbereiche, indem das Forum Regionale Agenda 21 gegründet wird. Es setzt sich aus deutschen und polnischen interessierten Bürgern und Lokalen Agenda 21-Vertretern der Region zusammen. Das Forum bildet eine geeignete Grundlage für die Diskussion von IKZM-relevanten Themen und Konzepten und erlaubt eine enge Kooperation mit dem regionalen Planungsverband Vorpommern (somit den Kommunen und Kreisen). Das Forum Regionale Agenda 21 wie auch die gesamten Arbeiten im Projekt sind zudem eng an die bestehende Deutsch-Polnische Umweltkommission angebunden.

Fokus-Gruppen: Darunter fallen moderierte, fachlich kompetente Arbeitsgruppen, die thematische Schwerpunkte innerhalb des Forum 21 vorbereiten. Folgende Themenfelder wurden bislang aus der Region genannt: Erweiterung der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete), Erarbeitung raumordnerischer Leitbilder, Strategien und Handlungsanweisungen für die künftige Landnutzung der Region, Steuerungsmechanismen für die Siedlungsentwicklung, Umsetzungsempfehlungen für die Ökologisierung der Land- und Waldwirtschaft, die Harmonisierung von Küstenfischerei, Angelfahrten und maritimem Tourismus, die Transformation von Militärgebieten und Rohstoffabbau. Die Forschungsschwerpunkte des Projektes werden in weiteren Fokusgruppen diskutiert. Teilweise fließen aufbereitete Forschungsergebnisse direkt in die Fokus-Gruppen ein, teilweise werden bestehende Informationen aufbereitet und als Grundlage eingebracht. Dabei wird erprobt, wie wissenschaftliche Ergebnisse effizient in Entscheidungsfindungsprozesse einfließen können. Insbesondere soll die Anwendung moderner, computergestützter Systeme erprobt und begleitet werden.

Lokale Agenda 21: Zusätzlich werden lokale IKZM-Agenda 21-Aktivitäten eingebunden und unterstützt.

Deutsch-polnischer Küsten-Dialog

Der Dialog wird durch die Transferstellen und gemeinsame Koordinationstreffen der deutschen und polnischen Projekte erreicht. Durch drei Regionalkonferenzen (deutsch-polnischer Küstendialog) wird die Diskussion zum IKZM durch Einbindung aller regionaler Behörden und Entscheidungsträger auf eine breitere Basis gestellt.

Einzugsgebiet-Küste-Dialog

Die Einbindung in den Einzugsgebiet-Küste-Dialog sowie in einen deutsch-polnischen Dialog ist das wesentliche Ziel des UNEP-Projektes und wird durch dieses gefördert. Es erfolgt aber eine organisatorische und inhaltliche Unterstützung. Hier sind ebenfalls zwei Einzugsgebiet-Küste-Konferenzen geplant.

 

Agenda 21-Büro (IKZM-Transferstelle)

Das Agenda 21-Büro stellt ein vom Projekt finanziertes Büro mit 2 Mitarbeitern dar. Als Sitz ist Schloss Rothenklempenow bei Löcknitz, an der polnischen Grenze zwischen Pasewalk und Szczecin, vorgesehen. Die Mitarbeiter sind regionale Ansprechpartner, Koordinatoren und Motivatoren und fördern u.a. den Agenda-Prozess. Die Transferstelle nimmt zudem eine Analyse der relevanten, regionalen Parteien vor (Behörden, Verwaltungen, Agenda 21-Beauftragte, Wirtschafts- und Sozialpartner, Vereine und Verbände sowie die Vertreter der ortsansässigen Bevölkerung). Sie unterstützt die bestehende Regionale Agenda 21-Zeitschrift.

 

Regionales Informationssystem

Unzureichende Information und Datenverfügbarkeit, ein wenig ausgeprägtes Bewusstsein für die Probleme in der Küstenzone und eine geringe Identifikation mit der Region stellen wesentliche Hemmnisse für IKZM dar. Dies gilt sowohl innerhalb des deutschen Teils der Region als auch zwischen Deutschland und Polen sowie zwischen Einzugsgebiet und Küste. Um diese Probleme zu überwinden, sind folgende technisch-methodische Entwicklungen vorgesehen, die die Funktion eines Kondensationskerns für das Projekt und eine Integrationsfunktion für IKZM in der Region übernehmen.

Bei dem mehrsprachigen Informationssystem (deutsch, polnisch, englisch) handelt es sich um ein allgemein zugängliches Internet-Portal mit regionalem Kommunikationssystem (information content system). Durch die Einbindung der vorhandenen Software „CoastBase“ wird eine flexible Suche und Verknüpfung der Inhalte möglich. Das System stellt ein Werkzeug dar, welches Information, Kommunikation und Entscheidungsfindungsprozesse erleichtern und die gewonnenen Ergebnisse und Erfahrungen dauerhaft, als exemplarisches Beispiel für andere Regionen, verfügbar machen soll. Das System geht regional in die Tiefe. Es werden alle Arten von Daten und Informationen über die Region möglichst vollständig aufbereitet und eingebunden, um den Informationsfluss und die Informationsverfügbarkeit in der Region zu verbessern. Hierzu sind mehrere Teilaufgaben zu bearbeiten: Systematische Zusammenstellung und Aufbereitung von regionalen Daten, Fakten, Berichten, Karten und Planungswerken etc., Öffentlichkeitsarbeit, Newsletter zur Informationsverbreitung, Kommunikatonsplattform, Schnittstellen zu anderen Systemen und regionalen Internetpräsenzen sowie Entwicklung von Strategien, um das Informationssystem langfristig selbsttragend zu gestalten und dessen Dauerhaftigkeit sicherzustellen.

 

Überregionales GIS-gestütztes IKZM-System (GIS IKZM MV)

Eng verknüpft mit dem regionalen Informationssystem ist das Geo-Informationssystem (GIS). Es bildet ein erweitertes, regionales GIS-Modul für das Informationssystem „IKZM-Oder“ und stellt gleichzeitig ein eigenständiges System dar, welches die gesamte Küstenzone Mecklenburg-Vorpommerns abdeckt. Es erlaubt das Überlagern von Informationsschichten sowie die Präsentation und Visualisierung der komplexen flächenhaften Geoinformationen. Ausgewählte Informationen, Daten, Fakten und Karten der deutsch-polnischen Odermündungsregion, vor allem diejenigen, die Basisinformationen für IKZM darstellen, einen Raumbezug haben und für das gesamte Land von Bedeutung sind, werden für das System aufbereitet und eingebunden. Zusätzlich werden wesentliche Basisinformationen für das gesamte Land erhoben, wodurch das GIS IKZM MV eine Anbindung anderer regionaler Informationssysteme (z.B. IKZM Warnemünde-Kühlungsborn) erlaubt und eine Schirmfunktion übernimmt. Das frei verfügbare, internetgestützte System basiert auf dem „Vorsorgeplan Schadstoffunfallbekämpfung (VPS)“ und erweitert diesen zum Werkzeug zur Unterstützung von landesweitem IKZM. Es integriert wesentliche Elemente der bestehenden Systeme GIS Küste Mecklenburg-Vorpommern (StAUN Rostock) sowie Linfos (Landschaftsinformationssystem Mecklenburg-Vorpommern, Umweltministerium MV) und macht wesentliche Informationen allgemein zugänglich.

 

Entscheidungshilfesysteme

Zur partizipativen Lenkung und Lösung räumlicher Konflikte sollen integrative, multikriterielle Bewertungsverfahren angepasst und eingesetzt werden. Die Entscheidungshilfesysteme (EHS) bündeln und visualisieren verfügbare, relevante Hintergrundinformationen, indem ausgewählte Bereiche des regionalen Informationssystems „IKZM-Oder“ sowie Karten des GIS-gestützten IKZM-Systems problemorientiert mit mathematischen Modellen gekoppelt werden. Innovativ wird der Einsatz der EHS durch eine partizipative Ausrichtung: Den relevanten Fokus-Gruppen wird die Möglichkeit gegeben, interaktiv die multikriterielle Evaluierung verschiedener Planungs- oder Handlungsoptionen zu beeinflussen. Durch die Interaktion werden Auswirkungen unterschiedlicher Bewertungspräferenzen transparent gemacht, wodurch der Konsensfindungsprozess beschleunigt werden kann. Auch wird die Entscheidungsfindung weiter rationalisiert, so dass deren Akzeptanz erhöht und Rechtsunsicherheiten unter Umständen verringert werden. Es soll vor allem getestet werden, inwiefern GIS-basierte, interaktive EHS in der behördlichen Genehmigungspraxis einsetzbar sind. Konkrete Anwendungen, die sich absehbar weiter verallgemeinern lassen, betreffen u.a. Konflikte bei der Ausweisung von Natura 2000-Gebieten, die Belange der Schifffahrt oder die Ansprüche der Tourismusindustrie.

Weiter konkretisiert wird die Bereitstellung von interaktiven EHS am Beispiel der Ölunfallbekämpfung. Bestehende Daten- und Modellsysteme wie das VPS oder das operationelle BSH-Modell werden mit einem multikriteriellen Bewertungsverfahren zu einem EHS zur Bekämpfung und Auswertung von Umweltbelastungen verbunden. Dieses visualisiert und bewertet die Auswirkungen von Ölverschmutzungen auf verschiedene Nutzungen (Fischerei, Tourismus und vor allem Schutzgebiete) in Abhängigkeit von verschiedenen, ebenfalls vom Nutzer steuerbaren Bekämpfungsoptionen.

 

Raumintegrierende regionale Planungswerkzeuge zum IKZM

Evaluierung der regionalen Strukturen und Instrumente

Die EU-Empfehlung fordert eine Evaluierung der bestehenden Strukturen und deren Eignung für IKZM. Aufbauend auf die „retrospektive Analyse von größeren Planungsverfahren in der Küstenzone in Bezug auf IKZM-Tauglichkeit“ (Schirmer, Univ. Bremen) und dem Projekt „Raumordnungsstrategien an den Küsten und auf dem Meer“ (Glaeser et al., WZB, Berlin) wird die regionale deutsch-polnische Situation und speziell die Beziehung zwischen Raumplanungsprogramm, Landschaftsplanung und IKZM-Planung in Deutschland analysiert. Daraus leiten sich Vorschläge zur Modifikation und Adaptation bestehender Verwaltungsstrukturen und Zuständigkeiten ab. Es werden Alternativen und Wege der gesetzgeberischen und politischen Durchsetzung sowie zur Anpassung der Planungsinstrumente grenzübergreifend und für die nationale IKZM-Strategie aufgezeigt.

Integration der Küstengewässer in terrestrische Planung

Ziel ist die quantitative Erfassung aller Nutzungen und zukünftiger Nutzungsansprüche in den Küstengewässern, deren Wechselwirkungen untereinander sowie der Land-Wasser-Beziehungen. Zudem werden die komplexen Zuständigkeiten und Gesetze analysiert. Beispielhaft werden die Gewässer in ein IKZM eingebunden und Empfehlungen für die Ausweitung der Regionalplanung auf die Küstengewässer unter Klärung rechtlicher Fragen gegeben. Die Themen mariner Naturschutz, Offshore-Windanlagen, Schifffahrt und Fischerei sind dabei von zentraler Bedeutung. Es resultiert ein Empfehlungskatalog für die Einbindung der Küstengewässer in eine IKZM-Strategie auf nationaler Ebene.

Harmonisierte deutsch-polnische IKZM-Oder-Strategie

Durch Dialog und regionale Diskussion soll eine Synthese, Harmonisierung und Konkretisierung der deutschen und polnischen IKZM-relevanten Planungen zu einer grenzübergreifenden Vision und Strategie für die nachhaltige Entwicklung der Odermündungsregion erreicht werden. Zudem soll die Einbindung (auch der Arbeiten zu den Küstengewässern und zum nachhaltigen Tourismus) in erweiterte und modifizierte Entwicklungskonzepte und Planwerke für die Küstenzone unterstützt werden. Das Resultat fließt in ein integriertes Küsten-Einzugsgebiets-Managementkonzept (unter Berücksichtigung der Erfordernisse der Wasserrahmenrichtlinie) ein, welches im Rahmen des UNEP-Projektes erstellt werden soll.

 

Nachhaltiger Tourismus

Ziel ist die Ausarbeitung eines grenzübergreifenden, strategischen Managementplans für die touristische Entwicklung der gesamten Region unter besonderer Berücksichtigung des maritimen Tourismus. Die Arbeit setzt sich aus folgenden Teilschritten zusammen:

  1. Bestandsaufnahme der touristischen Angebots- und Nachfrageseite sowie der vorhandenen Konzepte und (Entwicklungs-) Pläne aller räumlicher Ebenen (von lokal über regional bis hin zu den übergeordneten Landesebenen)
  2. Analyse der Wechselwirkungen zwischen Tourismus und anderen Nutzungen sowie vorhandener und möglicher Akzeptanzhemmnisse
  3. Erarbeitung eines Tourismus-Leitbilds für die gesamte Region und der daran ansetzenden Entwicklungsleitlinien
  4. Entwicklung von Umsetzungsstrategien und Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Vorbereitung der operativen Umsetzung
  5. Abschließend wird ein umfassender, grenzübergreifender Managementplan der touristischen Entwicklung und Diskussion im deutsch-polnischen Küstendialog erstellt.

Die Chancen, die sich durch die geplante Ausweitung der Natura 2000-Gebiete für den Tourismus ergeben, werden in den Arbeiten besonders berücksichtigt.

 

Küstengewässer im Wandel

Integriertes Küstenzonenmanagement muss zukunftsorientiert sein. Die Auswirkungen globaler Klimaänderungen sowie die zu beobachtenden Änderungen z.B. von Landnutzung und Bewirtschaftungsintensität im Einzugsgebiet der Oder werden sich massiv auf die Küstenzone und hier speziell die Küstengewässer auswirken. Sie werden erhebliche Konsequenzen für Integriertes Küstenzonenmanagement, verschiedene Planungswerke aber auch die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (Gewässerbewirtschaftungsplan) haben.

Auswirkungen der Klimaänderungen auf die Küste

Folgende Arbeiten sind vorgesehen:

Auswirkungen des Odereinzugsgebiets auf die Küste

Ziel ist die Erfassung der Wechselwirkungen zwischen Einzugsgebiet und Küstenregion und ihrer Konsequenzen für IKZM mit den Schwerpunkten:

Wasserrahmenrichtlinie und Flussgebietsmanagement

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) stellt ein zentrales Thema in der Grenzregion dar und wird Gegenstand eines polnischen Partnerprojektes. Die Umsetzung in Einzugsbiet und Küstenzone der Oder und die Erstellung eines Managementplans durch die zuständigen Behörden erfordert Abstimmung, Beratung und begleitende wissenschaftliche Untersuchungen. Das Projekt schafft ein Forum hierfür, bereitet bestehende Daten und Arbeiten auf und berät bzgl. Untersuchungsstandards, Monitoring und Bewertungssystemen. Über Modellansätze werden Referenzwerte für die Hydrochemie und Phytoplankton sowie Referenzwerte und Bewertungsmöglichkeiten am Beispiel des Benthos vorgeschlagen, die sich auf die Anforderung der WRRL für die bearbeitete Region beziehen. Das Projekt berät darüber hinaus hinsichtlich des Gewässermanagementplans für die Oder gemäß den Anforderungen der WRRL.

 

Übertragbare IKZM-Umsetzungsempfehlungen

Ziel ist die Entwicklung eines kostengünstigen, regional übertragbaren und auf die deutschen Verhältnisse abgestimmten Ablaufplans für die Umsetzung von IKZM, der auch für andere Regionen geeignet ist. Dieser Ansatz wird in das GIS-gestützte IKZM System Mecklenburg-Vorpommern integriert. Dabei sollen praktische landesweite und nationale Empfehlungen für IKZM einfließen, basierend auf den konkreten regionalen Erfahrungen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der VASAB-, HELCOM- und der UNEP-IKZM-Ansätze sowie entsprechend der EU-Richtlinie.

In Kooperation mit dem IKZM-Partnerprojekt aus der anderen Region soll an der Entwicklung einer nationalen IKZM-Strategie mitgearbeitet werden. Zur Evaluierung der Strategie wird eine nationale Tagung empfohlen und unterstützt.

Zur Diskussion der regionalen Ergebnisse, konkreter Umsetzungsmöglichkeiten und deren Finanzierung sind zwei deutsch-polnische Regionalkonferenzen vorgesehen, die zusammen mit den polnischen Partnerprojekten und der UNEP ausgerichtet werden.

 

Indikatoren für IKZM

 

Schulung und Verbreitung

IKZM-Schulungssystem

Zur Förderung und Verbreitung des IKZM-Gedankens, zur Schulung und Weiterbildung von Interessierten und regionalen Entscheidungsträgern, aber auch als nationale Fallstudie für die Studentenausbildung werden der Projektansatz, die Ergebnisse, Erfahrungen und Lehren als internetbasiertes, interaktives Lernmodul umgesetzt. Dabei wird die Technik des bestehenden deutschsprachigen modularen Lernsystems „IKZM-D Lernen“ genutzt und dieses ergänzt. Zentrale Aspekte des Projektes werden zudem für das internationale Lernsystem CoastLearn aufbereitet.

Des Weiteren wird im Rahmen der jährlichen Ringveranstaltung von IOW, GKSS und AWI zum IKZM der Ostsee eine Summerschool für Studenten und Graduierte veranstaltet.

Verbreitung und internationale Einbindung

Durch die internationale Ausrichtung des Projektes und dessen Einbindung als internationales Referenzprojekt nimmt die internationale Verbreitung von Ergebnissen einen bedeutenden Raum ein.

Zwischenergebnisse des Projektes werden regelmäßig durch den deutschsprachigen Newsletter „IKZM-Aktuell“ sowie den internationalen Newsletter „Coastal Guide News“ verbreitet, um auf das Projekt aufmerksam zu machen und es zur Diskussion zu stellen.

Informationen über das Projekt (Ansatz, Ergebnisse, Erfahrungen) werden für die verschiedenen internationalen Projektdokumentationen und -datenbanken LOICZ (Land-Ocean Interactions in the Coastal Zone International Projects), UNEP (Integrated Coastal Area and River Basin Management Demonstration projects), EUCC (ICM projects in Europe) und Weltbank (Database of World Bank Coastal and Marine Management Projects) aufbereitet und die Ergebnisse regelmäßig auf internationalen Tagungen vorgestellt sowie aktiv mit diesen Organisationen kooperiert.

Eine Einbindung in europäische Netzwerke zu IKZM und Küstenforschung ist vorgesehen. Eine Einbindung in internationale EU-Interreg III-Netzwerke ist schon vollzogen (BaltCoast, CoPraNet).

Das UNEP Collaborating Centre on Water and Environment (UCC) in Kopenhagen hat ein internet-basiertes System entwickelt (ToolBox for Integrated Water Resources Management), in das die Ergebnisse und Erfahrungen des Projektes für ein internationales Publikum eingebracht und mit dem sie thematisch verknüpft sowie weltweit verbreitet werden können.