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Küsteninformationssystem Odermündung


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Impressionen: Stettiner Haff

Themen - III. Phase

Überblick

Die erste Projektphase war in fünf Projektmodule gegliedert: 1. Dialoge und regionale Partizipation, 2. Internetgestützte Werkzeuge, 3. Regionales IKZM, 4. Küstengewässer im Wandel und 5. Nationale Strategie – Internationale Einbindung. In allen Modulen sind Grundlagenarbeiten, Projekte und umfangreiche planerische, juristische, ökologische und ökonomische Studien erarbeitet worden. Sie sind in über 30 Berichten (Schriftenreihe „IKZM-Oder Berichte“) und zahlreichen Publikationen zusammengefasst und hier öffentlich verfügbar. Einen umfassenden Überblick über die Ergebnisse liefert der IKZM-Oder Bericht 22 (2006) „Forschung in der Odermündung: Ergebnisse und Perspektiven 2006“. Die kurze zweite Phase von IKZM-Oder hat vor allem erste Ergebnisse im Bereich Klimawandel beigetragen. Zusammenfassend ergibt sich folgender aktueller Sachstand:

  1. Mit dem Regionalen Informationssystem Odermündung, dem GIS IKZM M-V und einem Schulungssystem auf der Grundlage der Fallstudie IKZM-Oder sind die zentralen internetgestützten Kommunikations- und Schulungsinstrumente entwickelt und umgesetzt worden.
  2. Über das Agendabüro Stettiner Haff bzw. die IKZM-Transferstelle konnte eine regionale Verankerung und Akzeptanz des IKZM-Ansatzes und des Forschungsprojektes erreicht sowie ein Akteursnetzwerk beiderseits der Grenze aufgebaut werden.
  3. Durch eine Bestandsaufnahme der IKZM-relevanten Verwaltungsstrukturen und Rechtsvorschriften in Deutschland und Polen, einer Analyse der Raumplanungssysteme und -dokumente sowie einem strategischen Managementplan für den Tourismus sind die allgemeinen, formellen Rahmenbedingungen ausgelotet und insbesondere auf der deutschen Seite die Basis für die Implementierung eines regionalen IKZM-Oder geschaffen worden.
  4. Zudem wurden die Wechselwirkungen zwischen der Küstenzone und der Ostsee einerseits und der Oder (einschließlich des Flusseinzugsgebietes) andererseits erfasst und beschrieben sowie zentrale Themen- und Problemfelder skizziert. Es wurden Simulationsmodelle zum Einzugsgebiet, zur Küste und zur Ostsee miteinander gekoppelt und exemplarisch angewendet.
  5. Szenarien und konkrete Daten und Informationen zum Klimawandel liegen vor und haben erste Auswertungen erlaubt.
  6. Darüber hinaus haben die Berichte, Publikationen, Vorträge und Teilnahmen an Fachveranstaltungen einen regelmäßigen und zielgerichteten Ergebnistransfer gewährleistet und damit die Einbindung in die Nationale Strategie und die internationale Fachdiskussion sicher gestellt.

Damit sind, insbesondere auf der deutschen Seite der Region, die Grundlagen für die Implementierung eines regionalen IKZM gelegt worden. Diese müssen nun, thematisch stärker fokussiert und auf ein grenzüberschreitendes regionales IKZM ausgerichtet, weiter entwickelt werden und in konkrete, übertragbare Empfehlungen für die regionale, nationale und internationale IKZM-Ebene münden. Ergänzender und erheblicher neuer Forschungsbedarf ergibt sich vor allem durch die vielfältige Veränderung der ökologischen, gesellschaftlichen, planerischen und juristischen Rahmenbedingungen, die Grenzlage sowie komplexe großräumige Veränderungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Küstenzone besitzen. So wurde bei den Arbeiten deutlich, dass die Oder mit ihrem Einzugsgebiet eine zentrale, steuernde Funktion auf die Küstenzone ausübt und ein regionales IKZM diese Effekte nicht vernachlässigen darf. Zudem hat sich gezeigt, dass die neuartige Kopplung von Fluss-Küste-Meeres-Simulationsmodellen und daran anknüpfende, transdisziplinäre Arbeiten wissenschaftlich hochrelevante Analysen und Szenarien zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Küstenregion erlauben.

An diesen Sachstand knüpft das Folgeprojekt an. Mit dem Ziel einer stärkeren Fokussierung sind die geplanten Arbeiten im Folgeprojekt thematisch zusammengefasst:
1. Regionales grenzüberschreitendes IKZM (rechtliche, institutionelle und steuerungstheoretische Rahmenbedingungen sowie strategische Konzepte und Empfehlungen für die Steuerung und Umsetzung) und
2. Fluss-Küste-Meer: Ein System im Wandel (thematische Fokussierung auf Wasserqualität).
Ergänzt werden diese durch:
3. IKZM-Werkzeuge und Information

 

Regionales grenzüberschreitendes IKZM

Im laufenden Projekt haben sich die Grenzen der Kommunikation und des Transfers der Projektergebnisse in die Region gezeigt. Der IKZM-Ansatz ist nur sehr schwer einem breiten Interessenkreis zu vermitteln. Das hat auch mit den - bislang - unscharfen Definitionen des eigentlichen IKZM-Terminus an sich zu tun. Hier wird insbesondere in Verbindung mit den Aufgaben im Thema 1 ein Schwerpunkt des Moduls liegen. Die ausführlichen Ergebnisberichte trafen bei den regionalen Akteuren auf wenig Interesse. Daher soll zukünftig die Kommunikations- und Transferstrategie zielgruppenorientiert ausgerichtet werden. Der grenzüberschreitende Dialog wird mit den polnischen Kollegen unter dem Dach der Gemeinsamen Umweltkommission (GUK) weiter ausgebaut.

Folgende Fragestellungen stehen im Mittelpunkt:

Fluss-Küste-Meer: Ein System im Wandel

In der ersten Projektphase wurde die große Bedeutung der Oder für die Küstenzone und ein regionales IKZM deutlich. Der Themenbereich „Fluss-Küste-Meer" greift ein breites Spektrum an stark transdisziplinären und räumlich integrativen Fragestellungen auf. Die Arbeiten sind nur möglich durch die vorhandenen eigenen Vorarbeiten, durch laufende EU-Projekte (z.B. SPICOSA), die zu Teilfragestellungen beitragen, sowie durch die systematische Nutzung und Integration der Kenntnisse und Vorarbeiten von Projekten in Flusseinzugsgebieten (z.B. GLOWA Elbe, Einzugsgebietsmanagement Werra, Internationales Oder-Projekt, UBA Oder-Projekt, OderRegio etc.).

Folgende Aspekte werden vertiefend untersucht:

IKZM-Werkzeuge und Information

Um die regionalen Informations- und Kommunikationsdefizite überwinden zu helfen, wurden in der ersten Projektphase technisch-methodische Entwicklungen realisiert, die gleichzeitig die Funktion eines Kondensationskerns für das Projekt und eine Integrationsfunktion für IKZM in der Region übernommen haben. Diese technischen Entwicklungen sind abgeschlossen und sollen verstärkt mit Inhalten gefüllt und auf konkrete Nutzergruppen zugeschnitten werden. Zu diesem Zweck werden Interaktionen zwischen Fluss und Küste ergänzt. Zudem stehen die regionale, nationale und internationale Einbindung dieser Entwicklungen sowie ihr Transfer auf andere Regionen im Vordergrund des Moduls „IKZM-Werkzeuge und Information".